Transatlantische Korrespondenzen: Relationale Geschichte transatlantischer Mobilitäts- und Wissensräume - Bericht über die geplante digitale Korpusbildung und Edition transatlantischer Korrespondenzen als Forschungsinfrastruktur für die historische am 15.09.2019

Ort:
Stadthalle Gotha, Goldbacher Straße 35, 99867 Gotha
(Google Maps)
Zeit:
10:00-10:45
Beschreibung:

Der Vortrag berichtet über ein im Antragsstadium befindliches Projekt zur Etablierung eines relationalen digitalen Korpus von transatlantischen Korrespondenzen basierend auf der Deutschen Auswandererbriefsammlung Gotha und einem aufzubauenden Korpus von „America Letters“ am Deutschen Historischen Institut Washington. Dieser neue digitale Korpus, der am Ende der Projektlaufzeit ca. 16.000 Briefe deutscher Auswanderer für die Wissenschaft und die interessierte Öffentlichkeit frei zugänglich recherchierbar macht, erlaubt neue Zugänge zur deutschen Migrationsgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert. Im Projekt interessieren wir uns insbesondere für die Lebens- und Wissenswelten der Auswanderer und ihrer daheim gebliebenen Familienangehörigen und Freunde: Wie haben sich transkulturelle, häufig zwischen Mobilität und Immobilität wechselnde Alltagspraktiken und Wissensbestände ausgeformt und manifestiert? Und wie wirkten sich Mobilität und Immobilität auf die sozialen und ökonomischen Entwicklungs- und Möglichkeitsräume der historischen Akteure aus? Diese und ähnliche Fragen wollen wir mit Hilfe des digitalen Korpus und unter Einbeziehung von „citizen scholars“ beantworten. Der Vortrag erläutert, wie wir dabei vorgehen wollen und wie das Projekt insgesamt aufgebaut ist.

Anmeldebeginn:
01.03.2019
Anmeldeschluss:
10.09.2019
Abmeldeschluss:
13.09.2019
Veranstaltet von:
Kontakt:
Ursula Lehmkuhl